Schulterluxationen-Verrenkungen

 
Zur Verrenkung des Schultergelenkes kommt es häufig bei Sportarten, wo in den Wurfarm hineingegriffen wird, wie z.B. Handball, oder auch Stürze auf den Arm - sehr häufig bei Ski und Snowboardunfällen. Die Behandlung der akuten Schulterluxation besteht im Einrichten. Dies gelingt meistens ohne Narkose durch Längszug im Sitzen. In der Folge sollte neben den durchgeführten Röntgenbildern eine MRI-Untersuchung erfolgen, um die Verletzungen im Gelenk genau diagnostizieren zu können. Sehr häufig kommt es zu einem Abriss des weichen Pfannenrandes am Schulterblatt. Wenn dieses der Fall ist, sollte bei Jugendlichen, sportlich aktiven Patienten an eine Operation gedacht werden. Eine konservative Behandlung besteht in Ruhigstellung des Schultergelenkes für vierzehn Tage. Jedoch muss der Patient darüber informiert sein, dass es zu einer Nichtheilung der sogenannten Labrumverletzung kommen kann und es neuerlich in der Folge zu Luxationen kommt. Wenn man sich zu einer Operation entschließt, kann diese in den meisten Fällen arthroskopisch durchgeführt werden und der losgelöste Rand kann mit sogenannten Ankernähten am Knochen refixiert werden. Bei komplexeren Verletzungen muss der Patient damit rechnen, dass in einer offenen Technik operiert wird.

Die postoperative Behandlung besteht in Ruhigstellung des Armes, mit einem sogenannten Gilchrist-Verband, für vier Wochen. In dieser Zeit wird in der physikalischen Therapie bereits mit passiven Bewegungsübungen begonnen. Nach sechs Wochen kann dann mit dem Arm nach außen zu drehen, weitergemacht werden.
  



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