Verletzungen der Bänder am Außenknöchel
(Sublux supinatoria tali)

  Der typische Mechanismus dieser Verletzung ist ein Überknöcheln über den Außenfußrand, häufig bei stopp and go Sportarten wie Tennis, Basketball ect. Die Bandverletzung am Außenknöchel ist auch die häufigste Sportverletzung. Fast 50% der Verletzungen beim Basketball betreffen diese Region und etwas mehr als 30% beim Fußball. Nach dem Umkippen besteht eine deutliche Schwellung und Schmerzhaftigkeit mit Blutergussbildung, welcher sich stark in der Region des Außenknöchels ausbreitet. Unter Schmerz ist die Belastung des Beines und des Fußes möglich. Die Diagnose wird vom Arzt aufgrund der typischen Lokalisation des Schmerzes und der Schwellung gestellt und auch auf vermehrte Aufklappbarkeit des Gelenkes getestet. Zusätzlich wird eine Röntgenaufnahme und eine sogenannte gehaltene Aufnahme gemacht, um den Grad der Verletzung feststellen zu können. Bei der Behandlung dieser Verletzung hat sich der konservative Weg, als Regelbehandlung, durchgesetzt. Die operative Versorgung beschränkt sich daher auf Verletzungen, welche mit einer Abscherverletzung der beteiligten Knochenelemente einhergeht, oder im Röntgen das Sprunggelenk nicht anatomisch eingestellt ist.

In der ersten Phase der konservativen Behandlung ist es wichtig, den Fuß- das verletze Bein ruhig zu stellen. Eis, Hochlagerung, Kompressionsbehandlung sollte bereits am Unfallort beginnen. Meistens erhält der Patient nach der Untersuchung einen sogenannten Unterschenkelspaltgips für eine Woche. Nach dem Abklingen der akuten Schmerzphase und Rückgehen der Schwellung, kann entweder ein Unterschenkelgehgips angelegt werden oder eine sogenannte Aircast-Schiene oder ein Aircast-Walker.

Die Ruhigstellung beträgt durchschnittlich sechs Wochen. In der Folge sollte noch für vier Wochen eine sogenannte Außenschuhrand-Erhöhung getragen werden, um ein neuerliches Umkippen zu verhindern.

Wichtig ist es während der Gipsruhigstelllung dem Patienten eine antithrombotische Prophylaxe zu verabreichen.

Bei veralteten Sprunggelenksinstabilitäten, welche in seltenen Fällen, nach konservativer Behandlung auftreten können, muss das Gelenk mittels einer Bandersatzoperation stabilisiert werden. Dieses Verfahren ist notwendig, wenn der Patient über ständige Instabilitätgefühle und rezidivierende neuerliche Traumata berichtet, um eine nachhaltige Schädigung des Knorpels zu verhindern.
  

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